Traktorparade: Allgaier AP17

Allgaier AP17

Die Landwirte staunten nicht schlecht als 1950 mit dem AP 17 der erste Allgaier-Schlepper „System Porsche“ auf den Markt kam.
Sowohl der luftgekühlte Motor als auch das Getriebe der ersten Serie waren aus Silumin, einer Legierung aus Aluminium und Silizium – das machte den AP17 zu einem echten Leichtgewicht. Die späteren Modelle mussten allerdings ohne dieses Extra auskommen, was sich auf der Waage bemerkbar machte. Spektakuläre Neuerung war 1950 auch die ölhydraulische Voith-Strömungskupplung, die das Anfahren mit dem Schlepper erleichterte.
Die Motoren reichten von einem bis vier Zylinder, der A 111 war als kleinster zwölf PS stark. Zudem gab es den A 122, A 133 und A 144, wobei die letzte Zahl die Zahl der Zylinder angab. Die Schlepper erschienen zunächst in Grün, ab 1955 dann in Rot. Zu diesem Zeitpunkt gab Allgaier den Bau von Traktoren auf, und die neu gegründete Firma Porsche-Diesel-Motorenbau GmbH übernahm Lizenzen und Produktion. Doch nicht nur die Lackfarbe änderte sich mit der Übernahme: Auch bei den Typenbezeichnungen wich das „A“ für Allgaier dem „P“ für Porsche. Die vier Modelle wurden noch bis 1957 weitergebaut, dann folgten Junior, Standard, Super und Master. 1966 stellte auch Porsche die Produktion der Schlepper ein. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden laut Porsche-Diesel-Club annähernd 120 000 Porsche-Diesel-Schlepper gebaut, darüber hinaus 30 000 Allgaier mit Porsche-Motor.

Technische Details:
Bauzeit: 1950 – 1954
Motor: Allgaier AP 17
Kühlung: Luft
Zylinder: 2
Hubraum: 1374 ccm
Leistung: 18 PS
Gänge: 5V 1 R
Eigengewicht: 950 kg, ab 1951: 1000 kg, später: 1170 kg
Länge: 2550 mm
Breite: 1520 mm, ab 1951: 1460 mm
Höhe: 1450 mm, ab 1951: 1420 mm
Radstand:
1500 mm

 

Die Vorteile des AP17: Der kurze Radstand, die Portalbauweise der Achsen und die damit verbundene gute Bodenfreiheit, kein Keilriemen, die Einzelradbremse. Und einmalig ist, dass der Motor eine Zentrifuge hat. Das Öl kommt gereinigt wieder ins Lager und muss kaum gewechselt werden.

Heinrich Niederholz, Besitzer

 

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