Nordhorn – ein einzigartiges Spektakel

Es verspricht eine Schau der Superlativen zu werden, was der Treckerclub anlässlich 25 Jahre Historischer Feldtag Nordhorn im Spätsommer auf die Beine stellen will. Am Freitag schürten die Organisatoren bei der Pressekonferenz auf dem Gelände am Heseper Weg schon mächtig die Vorfreude auf die dreitägige Veranstaltung. Unter dem Motto „Das Beste aus 25 Jahren“ werden vom 11. bis zum 13. August um die 2500 Exponate auf den insgesamt 17 Hektar Ausstellungsfläche zu sehen sein – darunter viele Höhepunkte. „Hier ist allein zur Pressekonferenz schon ein halber Feldtag aufgebaut“, staunte Moderator Ekkehard Hertell, „bei manch‘ Anderen ist das schon ein kompletter Feldtag.“ Und in der Tat, Vertreter aller großen Hersteller wie Massey Ferguson, Schlüter, Lanz, Deutz, John Deere, Eicher, Wesseler, Güldner, IHC, Fendt, Fahr, Holder und Hanomag zeigten einen kleinen Ausschnitt der Markenvielfalt. Die weiteste Anreise hatte Martin Huber aus Niederbayern, der Güldner repräsentierte und ein Museum betreibt.

In einer Arena bekommen alle Marken erstmals die Gelegenheit, das Beste von den Anfängen bis in die Neuzeit zu präsentieren. Einen Überblick über die Präsentationszeiten findet ihr im Kasten. Zudem werden wie gewohnt historische Landmaschinen im Einsatz zu sehen sein. Sei es beim Pflügen, Gubbern, Gras- oder Getreidemähen, Maishäkseln, beim Straßenbau oder der Kartoffelernte. „Nordhorn ist eine sehr aktive Veranstaltung“, betonte Hertell, „wir wollen hier vor allem Praxis zeigen.“

Vier Höhepunkte locken im Jubiläumsjahr besonders:
1. Ein Dampfpflug-Gespann, 1909 bei J. Fowler in Leeds, England, gebaut und mit Kipp-Pflug sowie Grubber – präsentiert von der Historischen Dampftechnik Kirchheim / Teck e.V.
2. Die beiden weltweit letzten erhaltenen WD-Motortragpflüge, ein WD 80 von 1919 und ein WD 35 von 1922, von der Hanomag in Hannover gebaut und von der Hanomag IG e.V. zum Einsatz gebracht.
3. Ein gezogener Mähdrescher Typ 36 B „Side Hill“, 1940 von John Deere in Moline, Illinois, gebaut und von Fachleuten der Firma Krone in Spelle restauriert.
4. Nach der Präsentation der Hanomag WD-Pflüge in 2010 bzw. 2013 hat der Treckerclub Nordhorn e.V. wieder eine ganz außergewöhnliche, extrem seltene Maschine der Heinrich Lanz AG, Mannheim, aus dem Jahr 1917 entdeckt – den Lanz Landbaumotor. Von den ursprünglich 500 gebauten Maschinen existieren weltweit nur noch zwei. Dieser Exot wäre beinahe dem Verfall preisgegeben worden. Mehrere ausgesuchte Spezialisten haben zunächst mit Hochdruck an der Restauration des 14-Liter-Motors der Maschine gearbeitet. Dieser konnte den Besuchern des Historischen Feldtags Nordhorn 2016 bereits präsentiert werden, sogar mit einem kurzen Probelauf des Motors. Die Restaurierung der kompletten Maschine wird für den Historischen Feldtag Nordhorn 2017 angestrebt. „Wird sie fertig werden?“, fragte Hertell bei der Pressekonferenz. „Na klar“, lautete die selbstbewusste Antwort von Horst Dieter Görg, Hanomag IG Hannover. Aber natürlich habe man ansonsten auch einen Plan B und sogar einen Plan C in der Tasche. Erste filmische Eindrücke von der Restaurierung gibt es hier.

 

ZEITEN GRANIT-ARENA

Freitag:

11 Uhr Begrüßung

15 Uhr John Deere/Lanz

17 Uhr IHC

Samstag und Sonntag:

10 Uhr Fendt/MF

11 Uhr Hanomag/Schlüter

12 Uhr Güldner/Eicher

13 Uhr Deutz/Fahr

14 Uhr Youngtimer/Allradschlepper der 50er Jahre

15 Uhr Berliner Traktoren/Holzgas

16 Uhr Holder/Wesseler

Was erwartet die Besucher in Nordhorn noch? Großer Beliebtheit erfreut sich stets auch der Teilemarkt, der mit rund 1000 laufenden Metern Standfläche eine zusätzliche Bereicherung des Historischen Feldtags darstellt. Das Angebot reicht von Ersatzteilen über Zubehör und Emaille-Schilder bis hin zu Literatur und ganzen Fahrzeugen. Zum Historischen Feldtag Nordhorn werden in diesem Jahr an drei mit einem vielfältigen Programm gespickten Tagen rund 1800 Aussteller mit ca. 2500 Maschinen und über 30000 Besucher erwartet. Das Einzugsgebiet ist groß: Ein Drittel der Aussteller und Besucher kommen traditionell aus den Niederlanden. Aber auch Belgier, Luxemburger, Franzosen, Schweizer, Österreicher, Dänen, Schweden und Engländer gehören zum Stammpublikum.

Tipp: Begleitend zu den Feldtagen sind ab sofort im Kreishaus Nordhorn Bilder des Malers Friedrich K. Nass, genannt „Peli“ zu sehen. Unter der Überschrift „Technik trifft Kunst – Kunst trifft Technik“ sind auch sehr viele Oldtimer-Traktoren, authentisch in Aquarelltechnik dargestellt, zu sehen. Mehr dazu lest ihr hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Social Share Buttons and Icons powered by Ultimatelysocial
YouTube
YouTube
Instagram